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- die Balance des Lebens -Yin und Yang sind die beiden Gegenpole des Daseins in dieser irdischen Welt. Beide Pole zusammen bilden das Ganze, so daß es unmöglich ist, nur einen davon bestehen zu lassen. Ein Beispiel für die gegensätzlichen Pole des Lebens sind Tag und Nacht - Gegensätze, die ohne einander nicht existieren können, und von denen der eine ohne den anderen sinnlos ist. Ein weiteres Beispiel sind das männliche und das weibliche Prinzip, in dessen Spannungszuständen sich die meisten von uns in ihrem Leben immer wieder verfangen. Hier im Westen trachten viele Menschen danach, in einzelnen, spezialisierten Bereichen immer besser zu werden. Häufig führt das dazu, daß sie sich damit einem Extrem stark annähern und sein Gegenteil dafür vollkommen vernachlässigen. Im Weltbild der Traditionellen Chinesischen Medizin ist das kein gesundes Verhalten. Gesund ist es, den Ausgleich zwischen den Extremen und somit die eigene Mitte zu suchen. Ein Mensch der dies erreicht, bleibt sein Leben lang gesund. Und das bis ins hohe Alter hinein.
Die Prinzipien von Yin und YangDas Zusammenspiel von Yin und Yang läßt sich am Besten mit einer Reihe von Prinzipien beschreiben. Die Wichtigsten dieser Prinzipien sind im Folgenden kurz erwähnt:
Die Idee von YIN und YANG ist eine Idee der ewigen Veränderlichkeit. YIN wandelt sich in YANG und YANG wiederum in YIN. So wird aus der Nacht der Tag, der zunächst immer heller wird, anschließend aber unabdinglich seinen Höhepunkt erreicht und wieder zur Neige geht. Der Mittag, der hellste Zeitpunkt des Tages, ist zugleich der Beginn seines Niedergangs. Oder anders ausgedrückt: Wenn das YANG am stärksten ist, beginnt das YIN zu wachsen. So wie auch die Sonnenwende im Jahreslauf den Höhepunkt der lichten Zeit des Jahres bildet, während danach, zunächst unmerklich, aber dann immer schneller, die dunkle Jahreshälfte beginnt.
So wie die Helligkeit ohne die Dunkelheit nicht vorstellbar ist (das Ergebnis wäre ein immerwährendes, gleiches Zwielicht), so kann auch YIN nicht ohne YANG existieren, und YANG nicht ohne YIN. Erst das eine bedingt das andere, so wie die Vorderseite einer Wand zwangsläufig auch ihrer Rückseite bedingt: Eine Wand ohne Rückseite kann einfach nicht existieren.
Ein Berg ist groß!", sagt ein Mensch. Also ist ein Berg YANG im Vergleich zu einem Menschen und ein Mensch YIN im Vergleich zu einem Berg. "Ein Mensch ist groß!" sagt eine Fliege. Also ist ein Mensch YANG im Vergleich zu einer Fliege und eine Fliege YIN im Vergleich zu einem Menschen. Ist nun ein Mensch YIN oder YANG?
Es gibt keine absolute Dunkelheit, da sich die Dunkelheit wieder in Helligkeit verwandelt. Es gibt keine unbegrenzte Hitze, es erfolgt zwangsläufig irgendwann eine Abkühlung. Es gibt keine unendliche Höhe: Nach dem Erreichen des höchsten Punktes, geht es wieder hinunter. YANG wandelt sich in seinem Maximum in YIN, und YIN wandelt sich in seinem Extrem in YANG.
Zuordnungen zu Yin und YangZu Yin und Yang existieren viele verschiedene Zuordnungen von Gegensatzpaaren. Wie wir oben bei den Prinzipien schon ersehen konnten, sind Yin und Yang jedoch relativ zueinander. Die Zuordnungen gelten also nicht absolut (hell = Yang, dunkel = Yin) sondern nur in Bezug auf das, was gerade betrachtet wird. Wenn es Draußen heller ist als Drinnen, dann ist Draußen Yang und Drinnen Yin. Etwas was heller ist, ist mehr Yang, als etwas, das dunkler ist. Hier ein paar Beispiele für Zuordnungen zu Yin und zu Yang:
Die Energierichtung von Yin & Yang Die Zuordnungen sind ganz einfach aus der energetischen Richtung abzuleiten: Yin hat eine Richtung nach innen, zieht sich also zusammen. Yang hat die Richtung nach außen, dehnt sich also aus. Mehr über diese Ableitung finden Sie auf der Seite über die Energierichtungen. |
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